Gifhorn, 17.02.2026 – 31 Landfrauen aus dem Kreisverband Gifhorn – Wolfsburg gaben sich bei ihrem traditionellen Goslar-Seminar im Haus am Steinberg ganz dem Sport hin. Rund um das Thema „Es lebe der Sport!“ waren Expertinnen und Experten eingeladen, neue Erkenntnisse, ebensolche Einsichten und viel Bewegung ins Seminar zu bringen.
Das ihnen das gelang, zeigten die überaus positiven Abschlussbewertungen der Teilnehmerinnen.
Bei der sehr informativen Führung durch das VFL-Stadion in Wolfsburg waren die Frauen beeindruckt, was alles für den Fußball, seine Spieler und Fans getan wird – auch wenn der Profit aus allem eher den männlichen als den weiblichen Spielern zugutekommt. Ein Manko, das angesprochen wurde und auf Abhilfe wartet.
Und dann wurde es echt sportlich – keine hatte gedacht, dass Stuhlgymnastik so anstrengend sein kann. Das vermittelte mit leichter Hand Meike Schreiber, Kreis- u. Bezirksvorsitzende, Präsidiumsmitglied NLV und Übungsleiterin im Sport. Und auch bei Miriam Paurat, Sportwissenschaftlerin, Leistungssportlerin und selbst Krebsbetroffene gerieten die Frauen ins Schwitzen. Neben der Vorstellung ihrer eigenen, sehr eindrucksvollen Lebensgeschichte und ihrem Engagement für krebsbetroffene Frauen gab es jede Menge Tipps für die Integration von Bewegung in den Alltag.
Einen Blick zurück und auch voran vermittelte Historikerin Christine Gehrmann und berichtete aus der Geschichte der Frauen im Sport. Die Frauen erfuhren über viele Niederlagen, aber von noch mehr Siegen der weiblichen Sportbegeisterten in allen Jahrhunderten seit der Antike.
Das sportliche Highlight lieferte Ruth Spelmeyer- Preuß, Olympionikin in Rio und Tokio, Psychologin und Sportpsychologin aus Hannover. Die viermalige deutsche Meisterin im 400m- Lauf ließ die Zuhörerinnen in die Welt der Olympiaden eintauchen und nahm sie mit auf eine Reise durch ihre eigene Karriere – mit 10 Lektionen aus wichtigen Stationen zu Dingen, die ihr für ein ganzes Leben Erkenntnisse lieferten im und mit dem Sport.
Auch die Sportförderung im eigenen Landkreis kam nicht zu kurz, Dr. Sören Hoffmann vom Kreissportbund berichtete anschaulich über Möglichkeiten der Sportförderung für die 246 Sportvereine mit fast 70.000 Mitgliedern im Landkreis.
Und ein überaus begeisterter Sportler aus Hankensbüttel, Friedrich Klasen, informierte abschließend als Leiter Tennistraining zentral der Tennis Base Hannover über das Wohl und Wehe der Nachwuchsförderung in seinem Vortrag zu “Zwischen Talent und Belastung – Kinder im Leistungssport“.
Und allemal einhellig war das Fazit: Sport ist die beste Medizin – wenn man das richtige Rezept hat!
